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Gelungener Start am Dienstag, den 16. Oktober 2018.
Auf dem Programm stand DIE DEFEKTE KATZE (Deutschland 2018 • Regie: Susan Gordanshekan • 97 Minuten). Im Anschluss saß man im Abaton Bistro zusammen und ließ sich mit Hilfe von drei Impulsfragen – zunächst in kleinen Tischgruppen, dann in größerer Runde – den Film miteinander auf der Zunge zergehen. Am Ende gab es einige eher persönliche Fragestellungen für den Heimweg, am Folgetag zwei, drei Kritiken zur Nachlese.

Am Dienstag, den 20. November 2018 ging’s für AUFBRUCH ZUM MOND (USA 2018 • Regie: Damien Chazelle • 142 Minuten) ins Studio-Kino. Im Anschluss fand der Austausch zunächst mit Hilfe von drei Impulsfragen statt. Für den Heimweg und fürs Nachsinnen an anschließenden Tagen gab‘s für die Teilnehmer_innen noch ein Blatt mit weiteren, eher persönlicheren Fragestellungen. Wie üblich folgte tags darauf eine E-Mail mit zwei, drei Kritiken zur Nachlese.

Am Dienstag, den 18. Dezember 2018 stand ASTRID (Schweden, Deutschland, Dänemark 2018 • Regie: Pernille Fischer Christensen • 123 Minuten) auf dem Programm. Im Anschluss fand der Austausch zunächst mit Hilfe von drei Impulsfragen statt. Für den Heimweg und fürs Nachsinnen in den Tagen danach gab‘s zum Abschluss für die Teilnehmer_innen noch ein Blatt mit weiteren, eher persönlicheren Fragestellungen samt Textauszug aus Ane Bruns Lied »Springa«, das beim Abspann des Films zu hören ist. Wie üblich folgte tags darauf eine E-Mail mit zwei, drei Kritiken zur Nachlese.

Am Dienstag, den 15. Januar 2019 waren wir im Kino 3001 (Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg) zu Gast für DAS MÄDCHEN, DAS LESEN KONNTE (Frankreich, Belgien 2017 • Regie: Marine Francen • 98 Minuten). Anschließend saßen wir im »frank und frei« an unterschiedlichen Tischen beisammen. Mit Hilfe von drei Impulsfragen wurde der Film wieder lebendig – in kleineren und in großer Runde. Für die weitere Beschäftigung mit Marine Francens Debütfilm gab‘s ein Frageblatt für den Heimweg sowie am Folgetag zwei, drei Kritiken zur Nachlese.

Am Dienstag, den 19. Februar 2019 ging’s ins CinemaxX Dammtor anlässlich von SWEETHEARTS (Deutschland 2018 • Regie: Karoline Herfurth • 107 Minuten). Diesen Film hätte sich nicht jede_r der Teilnehmenden ausgesucht, aber die Gespräche im Anschluss waren lebendig und anregend. Drei Impulsfragen dienten wie immer als Einstieg für den Austausch in verschiedenen Kleingruppen. Für die weitere Beschäftigung mit Karoline Herfurths zweitem Spielfilm gab‘s ein Frageblatt für den Heimweg sowie am Folgetag zwei, drei Kritiken zur Nachlese.

Am Dienstag, den 19. März 2019 waren wir zunächst im Holi zu Gast. Auf dem Programm stand KIRSCHBLÜTEN & DÄMONEN (Deutschland 2019 • Regie: Doris Dörrie • 116 Minuten). Dann ging’s ins GRINDELBERG-Restaurant zum ausgiebigen Austausch über das Erlebte und Gesehene. Ein Blatt mit Impulsfragen sorgte für angeregte Gespräche an verschiedenen Tischen. Schließlich erhielt jede_r der Teilnehmenden ein Blatt mit eher persönlichen Fragen für den Heimweg.

Am Dienstag, den 16. April 2019 stand EIN GAUNER & GENTLEMAN  (USA 2018 • Regie: David Lowery • 94 Minuten) auf dem Programm. Im Anschluss ging’s ins EINSTEIN-City (Schopenstehl 32, 20095 Hamburg), wo bereits Plätze reserviert waren. Der Austausch fand mit Hilfe von drei Impulsfragen statt. Für den Heimweg und fürs Nachsinnen in den Tagen danach gab‘s für die Teilnehmer_innen noch ein Blatt mit weiteren, eher persönlicheren Fragestellungen. Zwei, drei Kritiken zur Nachlese erreichten die Kinogänger_innen tags darauf per E-Mail.

Am Dienstag, den 21. Mai 2019 stand NUR EINE FRAU (Deutschland 2019 • Regie: Sherry Hormann • 97 Minuten) auf dem Programm. Lag’s am Regen oder an der abends helleren Jahreszeit? Wir waren im Anschluss »nur« zu zwölft im Grindelberger. Wie immer erfolgte der Austausch mithilfe von drei, vier Leitfragen. Weitere Fragen und ein längeres Zitat gab’s als Impulse mit auf den Heimweg. Tags darauf erhielten die Teilnehmer_innen per E-Mail noch einige Kritiken – u.a. aus filmdienst.de und epd Film – sowie weiteres  Material zur Information und Reflexion.

Am 18. Juni 2019 war es wieder so weit. Es ging miteinander ins Abaton-Kino. Auf dem Programm stand SUNSET (Ungarn, Frankreich 2018 • Regie: László Nemes • 142 Minuten), der seit dem 13. Juni in deutschen Kinos zu sehen ist. Der ruhige, intensive Film, für Bert Rebhandl ein Meisterwerk des Geschichtskinos, hinterließ mehr Fragen als Antworten – und entfaltete so in der Gruppe seine bewusst intendierte Wirkung. Hier einige Leitfragen für den Gesprächsaustausch; hier zwei, drei Kritiken sowie Fragen für die individuelle Reflexion.

Das zehnte Treffen – kleines Jubiläum – fand am 16. Juli 2019 im Abaton-Kino statt. Auf dem Programm stand EINE MORALISCHE ENTSCHEIDUNG (Iran 2017 • Regie: Vahid Jalilvand • 103 Minuten), Kinotipp der katholischen Filmkritik und Film des Monats laut Jury der Evangelischen Filmarbeit, 5 Sterne beim filmdienst, 5 Sterne bei epd Film. Ein Zettel mit vier, fünf Fragen brachte den Austausch über den Film in Gang, der manche_n zunächst sprachlos zurückließ. Einen Zettel mit weiteren Fragen gab’s für den Heimweg.

Am Dienstag, den 20. August 2019 ging es einmal mehr ins Holi (Schlankreye 69 in 20144 Hamburg / gut erreichbar per U3 und Metrobus 5 sowie Schnellbus 35 bis Hoheluftbrücke, von dort 5 Fußminuten). Dort erwartete uns im großen Kino 1 ab 17.30 Uhr LEID UND HERRLICHKEIT (Spanien 2019 • 114 Minuten), Kinotipp der katholischen Filmkritik und Film des Monats (Juli) laut Jury der Evangelischen Filmarbeit.
Alle Teilnehmer_innen waren sehr angetan von Pedro Almodóvars  Film. Der Austausch im Restaurant Grindelberger erfolgte mittels einiger Impulsfragen an verschiedenen Tischen. Am Ende gab’s ein weiteres Frageblatt für den Heimweg, am Freitagmorgen einige Kritiken und ein Interview mit dem Regisseur zur Nachlese.

Am  Dienstag, den 17. September 2019 stand eine Premiere an: Erstmals ging es ins MAGAZIN-Filmkunsttheater (Fiefstücken 8a / 22299 Hamburg). Dort stand um 18.15 Uhr GLORIA – DAS LEBEN WARTET NICHT (USA, Chile 2018 • Regie: Sebastián Lelio • 102 Minuten) auf dem Programm. Im Cafe May fand der anschließende Austausch statt – mit Hilfe einiger Fragen. Für die Stunden und Tage danach gab’s wieder einen Zettel mit Anregungen.

Beim Oktober-Treffen stand ein kleines Jubiläum an: Vor einem Jahr ging’s erstmals gemeinsam ins Kino. Am Dienstag, den 15. Oktober 2019 waren wir einmal mehr im Holi zu Gast sowie anschließend im Grindelberger. Auf dem Programm stand DEUTSCHSTUNDE (Deutschland 2019 • Regie: Christian Schwochow • 125 Minuten). Für den Austausch an drei Tischen war ein Fragezettel hilfreich; für den Heimweg gab’s weitere Impulse.
Für die Nachlese standen tags darauf Kritiken bereit aus epd-Film, SZ und FAZ bereit sowie die Arbeitshilfe von Vision Kino.

Am Dienstag, den 19. November 2019 ging’s gemeinsam ins Zeise Kino (Friedensallee 7-9, HH-Ottensen / vom S- und Fernbahnhof Altona sind es rund 650 Meter zu Fuß). Im Anschluss war Zeit und Raum für den ausgiebigen Austausch.
Anregungen gab es reichlich, stand doch GOTT EXISTIERT, IHR NAME IST PETRUNYA (Mazedonien, Belgien, Slowenien. Frankreich, Kroatien 2019 • Regie: Teona Strugar Mitevska • 100 Minuten) auf dem Programm. Der Film gewann bei der Berlinale 2019 den Preis der Ökumenischen Jury und den Gilde Filmpreis. Inzwischen ist er auch zum Kinotipp der Kath. Filmkritik avanciert. Eine feine Einstimmung für all die, die ab Advent beim Synodalen Prozess in punkto „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ unterwegs sind.
Beim Filmgespräch saßen diesmal alle an einem großen Tisch. Drei, vier Fragen sorgten für den Austausch mit Nachbarin und Nachbar, bevor manches Thema plenar und quer über den Tisch erörtert wurde. Für den Heimweg gab es einen weiteren Fragezettel
und am Tag danach die eine oder andere Kritik als Nachlese.

Sieben Tage vor Heiligabend startet alljährlich der kirchliche Countdown vor Weihnachten. Dann erklingt täglich im Rahmen der Vesper (Abendgebet) eine neue O-Antiphon.
Parallel dazu ging’s am Dienstag, den 17. Dezember 2019 in den dunklen Andachtsraum, einmal mehr ins Holi (Schlankreye 69 in 20144 Hamburg / gut erreichbar per U3 und Metrobus 5 sowie Schnellbus 35 bis Hohelufbrücke, von dort 5 Fußminuten). Dort startete um 18 Uhr der Film LARA (Deutschland 2019 • Regie: Jan-Ole Gerster • 98 Minuten). Im Anschluss saßen wir zunächst in kleinen Tischgruppen zusammen, um uns mit Hilfe eines Fragezettels den Film auf der Zunge zergehen zu lassen. Dann ergab sich die Möglichkeit, im Plenum – 21 Personen war zugegen – wichtige Themen zu besprechen. Schließlich erhielt jede und jeder noch ein Blatt mit Impulsfragen für den Heimweg sowie tags darauf eine E-Mail mit ausgewählten Kritiken.

Am Dienstag, den 21. Januar 2020 stand  ein »Hamburger Heimspiel« an: LINDENBERG! MACH DEIN DING (Deutschland 2019 • Regie: Hermine Huntgeburth • 135 Minuten). Vier Sterne beim film-dienst und immerhin drei Sterne bei epd-film.  Filmgenuss auf großer Leinwand im Holi (Schlankreye 69 in 20144 Hamburg / gut erreichbar per U3 und Metrobus 5 sowie Schnellbus 35 bis Hohelufbrücke, von dort 5 Fußminuten). Anschließend ging’s, wie so oft, zum Grindelberger. Mithilfe von Fragezetteln kam man ins Gespräch, weiteres zum Nachdenken gab’s mit auf den Heimweg.  Zwei, drei Kritiken zur Nachlese erreichten die Kinogänger_innen tags darauf per E-Mail.

Ausverkauft! Wer hätte das gedacht? PARASITE (Südkorea 2019 • Regie: Bong Joon-ho • 132 Minuten) gewann vier wichtige Oscars®, und schon waren die wiederaufgelegten Vorstellungen rundum gut besucht. So auch beim Treffen am Dienstag, den 18. Februar 2020 um 17.45 Uhr im Holi (Schlankreye 69 • Harvestehude / Hoheluft • 20144 Hamburg).
Einige Teilnehmer_innen konnten keine Kinokarte ergattern; andere wiederum mussten in den vorderen Reihen sitzen – mit direktem Zugang zum Tipi von Da-Song im Garten der Familie Park, aber auch mit nassen Füssen ob der Überschwemmung in der Souterrain-Wohnung von Familie Kim.
Wie auch immer: Für fast alle war es ein Gewinn. Im Anschluss ließen wir uns den Film im Grindelberger dank einiger Gesprächsanstöße gemeinsam auf der Zunge zergehen. Für den Heimweg gab’s ein weiteres Frageblatt – und am Folgetag das Presseheft sowie eine Auswahl an Kritiken zur Nachlese.

Mitte März 2020 musste das Treffen wegen der Corona-Pandemie leider kurzfristig abgesagt werden. DIE PERFEKTE KANDIDATIN (Saudi-Arabien, Deutschland 2019 • Regie: Haifaa Al-Mansour • 105 Minuten) kam so nicht mehr ins Rennen.

Nach Ostern 2020 war man in punkto Lockdown und im Blick auf verschlossene Kinos besser eingestellt, und so stand am Dienstag, den 21. April 2020 der Film DIE FLÜGEL DER MENSCHEN (Kirgisistan, Niederlande, Deutschland, Frankreich, Japan 2017 • Regie: Aktan Arym Kubat • 90 Minuten) auf dem Programm. Dabei musste die arte-Mediathek aushelfen. Zugegeben: Keine große Leinwand, kein gemeinsames Erleben, aber immerhin ein gemeinsamer Austausch ab 19 Uhr per Videokonferenz – mit Disziplin und Geduld und dem üblichen Frageblatt. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten kam der Film nicht zu kurz, kamen viele Facetten und Aspekte des Films zur Sprache. Am Tag darauf gab es Fragen für die weitere, persönliche Reflexion sowie als Nachlese die eine und andere Kritik neben dem Presseheft zum Film.

Filmsichtung mit anschließender Videokonferenz war auch im Mai das bevorzugte Vorgehen in Sachen Kinokreis alias Hamburger Filmgespräch. Am Dienstag, den 19. Mai 2020 ging es dank der ARD-Mediathek um MACKIE MESSER – BRECHTS DREIGROSCHENFILM (Deutschland 2017 • Regie: Joachim Lang • 130 Minuten).
Links zu den Fragen für das Nachgespräch und für die persönliche Reflexion. Hier die eine und andere Kritik sowie ein Arbeitsheft zum Film.

Am Dienstag, den 16. Juni 2020 drehte sich der gemeinsame Austausch um THE TREE / DER BAUM (Australien, Frankreich, Deutschland, Italien 2010 • Regie: Julie Bertuccelli • 100 Minuten), nicht zuletzt um die These: »Die zunächst stimmige und berührende Geschichte um die Trauerarbeit einer Familie wird dabei von dem ausufernden Naturmystizismus zunehmend erdrückt.« (filmdienst.de)
Weitere Anregungen für ein Filmgespräch sowie für die persönliche Reflexion wurden im Nachgang ebenso an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschickt wie zwei, drei Kritiken und das Presseheft.

Auch im Sommer 2020 war das COVID-19-Virus nicht aus der Welt, aber die Kinos luden wieder zum Besuch ein. Mit Blick auf das Nachgespräch und die dafür einzuhaltenden Abstandsregeln wurde jedoch entschieden, vorerst im Modus MEDIATHEK & VIDEOKONFERENZ fortzufahren, zumal etliche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Risikogruppe zählen.
So stand am Dienstag, den 21. Juli 2020 – nach je persönlicher Vorabsichtung – der Film GRÜNER WIRD’S NICHT, SAGTE DER GÄRTNER UND FLOG DAVON (Deutschland 2018 • Regie: Florian Galgenberge • 117 Minuten) auf dem Programm. »In Coronazeiten tut Entspannung bei schönen Luftaufnahmen gut«, hieß es vorab. Somit leicht-luftiges Sommerkino am heimischen Bildschirm, ggf. ein erfrischender Riesling zur Hand, ein wenig duftendes Heu vom Spaziergang vor sich angehäuft, die Flugtickets vom letzten Jahr neben dem Bildschirm postiert und einen Schal umgelegt, sollte es zu luftig sein und der Sommer weiterhin zu kühl bleiben.
Das Filmgespräch verlief per Videoschaltung in kleinem Kreis. Einige Leitfragen waren wie immer hilfreich. Anregungen für die weitere persönliche Reflexion gab’s in Form eines Frageblattes sowie der einen oder anderen Filmkritik.

Corona-August in Hamburg: Tische und Stühle auf dem Trottoir vor vor dem Restaurant Grindelberger. Kurz der Gedanke »Vielleicht?«, dann Abwägen mit Blick auf die Situation in den Kinos, die steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland und das Wetter am 3. Dienstag im August. Daher blieb es beim Modus MEDIATHEK & VIDEOKONFERENZ. Am Dienstag, den 18. August 2020 kam mit GOLD (Deutschland 2013 • Regie: Thomas Arslan • 100 Minuten) erstmals das Western-Genre zum Zug. Ein hochgelobter Sommer(1898)-Film – 4 Sterne beim filmdienst, 5 Sterne bei epd Film – mit Nina Hoss in der Hauptrolle.

In den letzten Sommertagen war Herr Schnieders drauf und dran, wieder mit allen ins Kino zu gehen. Denn der Film CORPUS CHRISTI (Polen 2019 • Regie: Jan Komasa  • 115 Minuten) erhielt äußerst gute Kritiken und war zum Kinotipp der katholischen Filmkritik avanciert. Leider wurde der Film in keinem der vier Hamburger Kinos zur passenden Zeit vorgeführt. Schade. Daher blieb es am Dienstag, den 15. September 2020 beim Modus MEDIATHEK & DIGITALE BEGEGNUNG.
Auf dem Programm stand ES WAR EINMAL INDIANERLAND (Deutschland 2017 • Regie: Ilker Çatak • 97 Minuten). 4 Sterne beim filmdienst, 4 Sterne bei epd Film, sehr beachtlich für einen Debütspielfilm.

Deutschland im Herbst 2020: Die Corona-Zahlen steigen, die zweite Welle rückt spürbar näher. Daher kein gemeinsamer Gang ins Kino, sondern die Einladung zur Nutzung der arte-Mediathek sowie zur gemeinsamen Besprechung per Videokonferenz. Gegenstand des Austauschs am Dienstag, den 20. Oktober 2020 war ENEMY (Kanada, Spanien 2013 • Regie: Denis Villeneuve • 90 Minuten) – aufgrund Kanadas Ehrengastauftritt bei der Frankfurter Buchmesse, die am 14. Oktober 2020 eröffnet wurde.

Im Herbst nutzt der Kinokreis die Corona-Pandemie und sichtet erstmals eine Serie, das derzeit präferierte Genre für Bildschirme aller Größen – jenseits der Kinoleinwand. Für das digitale Treffen per ZOOM standen am Dienstag, den 17. November 2020 die ersten acht Folgen der hochgelobten Produktion DEIN WILLE GESCHEHE (Frankreich 2012 • Regie: Rodolphe Tissot • 380 Minuten, Staffel 1) im Blick.

Am letzten Abend vor Weihnachten mit noch geöffneten Friseursalons und Einzelhandelläden, sprich: am Dienstag, den 15. Dezember 2020, steht beim Austausch ab 18 Uhr die zweite Staffel von DEIN WILLE GESCHEHE im Mittelpunkt. Ab 19 Uhr stieß Sr. Gudrun Steiss, Leiterin der Pastoralen Dienststelle im Erzbistum Hamburg, zur Runde hinzu. Sie hat lange Jahre in mehreren französischen Diözesen gearbeitet und konnte mit Blick auf Sujet und Hintergrund der Serie Fragen in punkto katholische Kirche bzw. Pastoral in Frankreich beantworten.

Beim ersten Treffen im neuen Jahr, am Dienstag, den 19. Januar 2021, schließlich der gemeinsame Austausch wiederum in Kleingruppen und Plenum über die dritte Staffel von DEIN WILLE GESCHEHE. Eine Zusammenstellung der entsprechenden Inhaltsangaben des Senders arte gab’s ebenso vorab wie Fragen für die gemeinsame und die persönliche Reflexion.

Der Lockdown hält an. Gemeinsame Kino-Erlebnisse sind bis auf Weiteres nicht möglich. Daher greift der Kinokreis Hamburg weiterhin auf Spielfilme in Mediatheken zurück und lädt ein zum gemeinsamen Austausch mittels einer datengeschützten Version der ZOOM-Plattform. 
Für den Februar-Termin, Dienstag, den 16. Februar 2021 fiel die Wahl – angesichts der Karnevalstage – auf SCHROTTEN! (Deutschland 2016 • Regie: Max Zähle • 102 Minuten), der mit Bildern aus Hamburg aufwartet und als Komödie eingeordnet wird. Vier von fünf Sternen sowohl bei filmdienst.de als auch bei epdFilm
Für den Austausch gab’s ein paar Fragen vorab. Am Tag darauf wurden  Anregungen für die persönliche Reflexion verschickt.

Beim letzten Termin vor Ostern, am Dienstag, den 16. März 2021 stand DAS NEUE EVANGELIUM (Deutschland/Schweiz/Italien 2020 • Regie: Milo Rau • 107 Minuten) im Mittelpunkt. Milo Rau (* 1977) hat diesen aktuellen Jesus-Film als Dokumentarfilm angelegt und 2019 in Matera gedreht. Matera war 2019 eine der Kulturhauptstädte Europas, zuvor aber schon zweimal Kulisse, wenn nicht Hauptdarstellerin in den Jesus-Filmen von Pier Paolo Pasolini und Mel Gibson.
Mehr zum Film, Kinotipp der katholischen Filmkritik, findet man unter https://dasneueevangelium.de. Für den Beginn des Austauschs war ein Frageblatt zur Hand. Im Nachgang zum digitalen Treffen wurden neben dem Presseheft zwei, drei Kritiken zum Nachlesen verschickt sowie drei Fragen für die persönliche Reflexion.

April 2021: Die dritte Corona-Welle ist in vollem Gange. Am dritten Dienstag des Monats, am Dienstag, den 20. April ging es mithilfe der ZOOM-Plattform um KIKUJIROS SOMMER (Japan 1998 • Regie: Takeshi Kitano • 121 Minuten / der Film kann bis Ende zum 29. April 2021 in der arte-Mediathek abgerufen werden.) Vor dem Austausch wurden einige Leitfragen verschickt; im Nachgang gab es noch Fragen für die persönliche Reflexion sowie zwei, drei Kritiken.

Mitte Mai 2021 ebbt die dritte Corona-Welle allmählich ab. Dennoch greift der Kinokreis Hamburg weiterhin auf Spielfilme in Mediatheken zurück und lädt ein zur je separaten, persönlichen Vorabsichtung sowie zum späteren, gemeinsamen Austausch mittels einer datengeschützten Version der ZOOM-Plattform. Am Dienstag, den 18. Mai 2021 ging  es um WIE ICH LERNTE, BEI MIR SELBST KIND ZU SEIN (Österreich, Deutschland 2019 • Regie: Rupert Henning • 146 Minuten). Der Film kam im April 2019 ins Kino und war bis zum Stichtag in der ARD-Mediathek abzurufen.
Für den Austausch in Kleingruppen wie im Plenum war ein vorab verschicktes Frageblatt hilfreich. Nach dem digitalen Treffen gab’s noch Fragen für die persönliche Reflexion sowie Lektürestoff, einige Kritiken zum Film.

Mitte Juni 2021 sind die Kinos noch geschlossen, der 1. Juli 2021 als Tag der Wiedereröffnung aber in Sicht. Daher nochmals der Rückgriff auf die Mediatheken.
Fünf von fünf Sternen bei epdFilm für WAS GEWESEN WÄRE (Deutschland 2019 • Regie: Florian Koerner von Gustorf • 89 Minuten), nur zwei hingegen bei filmdienst.de. Die mit Christiane Paul und Ronald Zehrfeld hochkarätig besetzte Romanverfilmung stand am Dienstag, den 15. Juni 2021 im Mittelpunkt der Gespräche in kleinen Gruppen sowie in in großer Runde. Am Ende des Austauschs mithilfe eines Frageblattes wurde im Kinokreis die Durchschnittsnote 3,75 Sterne ermittelt für Florian Koerner von Gustorfs Regiedebüt. Als Nachlese gab es einige Kritiken sowie Anregungen zur persönlichen Reflexion des Films.

Die Kinos sind wieder geöffnet. Doch nutzt der Kinokreis nach gemeinsamer Absprache weiterhin die Möglichkeit digitaler Treffen. Am 20. Juli 2021 ging es um BIRDS OF PASSAGE (Kolumbien, Dänemark, Mexiko 2018 • Regie: Cristina Gallego • 121 Minuten). Ein Einblick in eine fremde Welt, eine andere Kultur, die zum Beispiel die Institution des Wortboten kennt. Neben den Einstiegsfragen fürs Gespräch gab es im Anschluss zehn Thesen zum Thema Vergebung, viele Kritiken als Lesestoff sowie ein Frageblatt fürs persönliche Bedenken, um den Film auf diese Weise noch besser verstehen und einordnen zu können.

Der Kinokreis fährt nach Absprache mit den nach wie vor Teilnehmenden  weiterhin auf Sicht. Daher auch Mitte August nochmals persönliche Vorabsichtung sowie späterer, gemeinsamer Austausch mittels einer datengeschützten Version der ZOOM-Plattform. So stand beim digitalen Treffen am Dienstag, den 17. August 2021 DER AFFRONT (Libanon/Frankreich 2017 • Regie: Ziad Doueiri • 109 Minuten) im Mittelpunkt – ein Jahr nach dem Desaster im Hafen von Beirut. Zur Vorbereitung gab’s ein Frageblatt vorab, zur Nachlese ein Frageblatt mit Anregungen für die persönliche Reflexion, etliche Kritiken sowie die entsprechende Arbeitshilfe des Filmverleihs.

Beim vorerst letzten digitalen Treffen am Dienstag, den 21. September 2021 war EINE GESCHICHTE VON DREI SCHWESTERN (Türkei, Deutschland, Niederlande, Griechenland 2019 • Regie: Emin Alper • 108 Minuten) – fünf von fünf Sternen bei epdFilm, vier von fünf bei filmdienst.de – Gegenstand des gemeinsamen Austauschs.   Mit drei Frageblöcken erfolgte der Einstieg, zur Nachlese gab es weitere Fragen sowie zwei, drei Kritiken.

Am Dienstag, den 19. Oktober ging es nach langer Abstinenz wieder ins Kino, genauer: ins Holi (Schlankreye 69 • Harvestehude / Hoheluft • 20144 Hamburg). Zu sehen war SCHACHNOVELLE, die Verfilmung der gleichnamigen Novelle (1941/42) von Stefan Zweig. Für den Austausch im GRINDELBERGER – 16 Personen an vier Tischen – gab’s ein Frageblatt, für den Heimweg ein weiteres und als Nachlese zwei, drei Kritiken sowie die Arbeitshilfe der Stiftung Lesen.

Am Dienstag, den 15. November 2021 waren wir erneut im Holi (Schlankreye 69 • Harvestehude / Hoheluft • 20144 Hamburg) zu Gast sowie im Anschluss beim Grindelberger. Auf der Leinwand im Kino 2 war AMMONITE (Großbritannien 2020 • Regie: Francis Lee • 118 Minuten) zu sehen, vier von fünf Sternen bei filmdienst.de, sogar fünf bei epd Film. Ein Frageblatt gab’s für den gemeinsamen Austausch an den verschiedenen Tischen, ein weiteres für die persönliche Reflexion – und als Nachlese die eine und andere Kritik.

Im Advent 2021 sind Kontaktbeschränkungen mit Blick auf die Omikron-Variante wieder Thema und Gebot der Stunde. Daher Wechsel in den Digital-Modus, d.h. Filmsichtung vorab per Mediathek und Treffen per ZOOM-Plattform.
Am Dienstag, den 21. Dezember 2021 ging’s um Zwei im falschen Film (Deutschland 2017 • Regie: Laura Lackmann • 107 Minuten). Den zweiten Spielfilm der 42-Jährigen findet man bis Anfang Februar 2022 in der ARD-Mediathek.
Der Austausch erfolgte mithilfe eines Frageblattes, als Nachlese gab’s das Presseheft, zwei, drei Kritiken sowie ein paar Fragen für die persönliche Reflexion.

Inzwischen ist es augenfällig(er): Die Omikron-Welle hat auch Deutschland fest im Griff. Daher Digital-Modus, d.h. Filmsichtung vorab per Mediathek und Treffen per ZOOM-Plattform.
Am Dienstag, den 18. Januar 2022 stand Ich bin dein Mensch (Deutschland 2021 • Regie: Maria Schrader • 108 Minuten) im Mittelpunkt der Gespräche, Deutschlands Kandidat im Oscar®-Rennen sowie Kinotipp der katholischen Filmkritik. Für viele ein ebenso unterhaltsamer wie nachdenklich stimmender Film, der eine Menge Fragen aufwirft. Einige davon findet man auf dem Frageblatt als Anregung für den Austausch in kleiner wie großer Runde, weitere zur persönlichen Reflexion in der Datei, die im Anschluss mit der Nachlese, sprich: mitsamt zwei, drei Kritiken, an die Teilnehmenden verschickt wurde.

Leicht sinkende Corona-Inzidenz in Hamburg und Berlin. Dennoch ist weiterhin Digital-Modus angesagt.
Nachdem schon im Januar mithilfe von ICH BIN DEIN MENSCH ein Blick in die nahe Zukunft möglich war, führte am Dienstag, den 15. Februar 2022 der Austausch zu DAS HAUS (Deutschland 2021 • Regie: Rick Ostermann• 92 Minuten) ins Jahr 2029. Eine „beklemmende Near-Future-Geschichte“, liest man bei ZEIT ONLINE.
Ein Frageblatt diente als Anregung für Gespräche sowohl mittels Breakout Sessions als auch im Plenum. Die Nachlese erging wie immer per E-Mail an die Teilnehmenden und enthielt neben etlichen Kritiken (hier eine Auswahl)  ein zweites Frageblatt für die weitere, persönliche Auseinandersetzung mit dem Film.

März 2022 ist der „Freedom Day“ in Sicht. Eine letzte Kinokreis-Veranstaltung im Digital-Modus?
Am Dienstag, den 15. März 2022 stand LEMON TREE (Israel, Deutschland, Frankreich 2007 • Regie: Eran Riklis • 106 Minuten) auf dem Programm. Die Kurzkritik in filmdienst.de (vier von fünf Sternen) lautet: „Der Streit um den Zitronenhain einer palästinensischen Witwe, der dem geplanten neuen Domizil des israelischen Verteidigungsministers weichen soll, dient als melancholische und selbstironische Metapher, die die Widersprüche der israelisch-palästinensischen Gesellschaft mit Poesie, Trauer, Wut und schwarzem Humor beschreibt. – Ab 14.“
Für den gemeinsamen Austausch gab’s ein Frageblatt vorab, für die Nachbereitung nochmals ein Frageblatt sowie jede Menge Lesestoff in Form von Kritiken und Interviews.

Am Osterdienstag, den 19. April 2022 wurden die Hamburger Kinoleinwände in der Zeitspanne ± 18 Uhr immer noch von BELFAST blockiert – sechs Wochen nach Kinostart. ABTEIL NR. 6 lief lediglich in finnisch-russischer Originalfassung mit englischen (!) Untertiteln, und WO IN PARIS DIE SONNE AUFGEHT war leider nur auf einer der kleinsten Leinwände Hamburgs zu sehen. 
Daher fiel die Wahl auf CORPO CELESTE – FÜR DEN HIMMEL BESTIMMT (Schweiz, Italien 2011 • Regie: Alice Rohrwacher • 90 Minuten). Ein kleiner, feiner Film, zu dem man nur wenige deutschsprachige Kritiken im Internet findet und der noch bis Ende September in der arte-Mediathek zu sehen ist. Für den gemeinsamen digitalen Austausch mittels der Plattform ZOOM gab’s vorab ein Frageblatt. Im Anschluss wurden – wie immer – weitere Fragen verschickt, eher für die persönliche Reflexion.